Dokufilm: "The King - Mit Elvis durch Amerika"

Filmplakat

Der Kinostart in Österreich für diese Dokumentation im Verleih der Polyfilm war der 29. Juni 2018. Für Regie und Drehbuch zeichnet Eugene Jarecki verantwortlich. Für alle die den Film im Kino versäumt haben gibt es good news. Es wird auch eine DVD geben. Voraussichtliches Erscheinungsdatum ist der 17. August 2018. Die Erstausstrahlung im TV findet, unglaublich aber wahr, bereits am 1. August 2018 um 22.45 Uhr im "Das Erste" statt. Schneller gehts wirklich nicht. Die Dokumentation hinterließ bei so manchem gemischte Gefühle. Ich kann diese Doku jedenfalls wärmstens empfehlen. Prädikat: Sehenswert. Hier nun, stellvertretend für die vielen Kritiken, ein Auszug:

Ein musikalisches Road-Movie, das quer durch Amerika führt: 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley reist der vielfach ausgezeichnete Autor und Regisseur Jarecki im alten Rolls Royce des Sängers von New York über Las Vegas bis in den tiefen Süden, um das Land an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte zu erleben. "The King - Mit Elvis durch Amerika" ist zugleich politische Bestandsaufnahme und kulturelles Porträt.

Auf seiner Reise trifft Jarecki an zahllosen Orten auf Mitreisende, manche prominent, andere nicht, die Elvis als Symbol für Amerika sehen. So wie Elvis sich verführen lässt und an dem Giftcocktail von Geld und Macht zugrunde geht, wird auch das Land vom Kapitalismus ausgehöhlt, in dem ein Spielkasinobesitzer und Reality-TV-Star das Präsidentenamt innehat und auftritt wie ein Monarch.

Zu den Prominenten gehören Ethan Hawke, Mike Myers, Chuck D., Ashton Kutcher, Dan Rather, James Carville, Emmylou Harris und Alec Baldwin. Dazu kommen musikalische Auftritt von Emi Sunshine and the Rain, John Hiatt, M. Ward, Immortal Technique, Loveful Heights u.v.m. Produziert wurde "The King - Mit Elvis durch Amerika" von Steven Soderbergh.

Es gibt wunderbare Funde aus den Archiven, die hier präsentiert werden. Als Schlussbild verwendet Jarecki die ergreifenden Aufnahmen von Elvis´ letztem Konzert, die ihn fett und schwitzend, aber immer noch mit dieser wunderbaren Stimme zeigen. Aber auch unter den aktuellen Aufnahmen finden sich jede Menge sehenswerter Schnipsel, wie Ethan Hawke, der über Elvis´ Motive räsoniert, oder David Simon, der das kommerzielle Wesen von Las Vegas erklärt. Was im Einzelnen zur Sprache kommt, mag nicht alles zu Ende gedacht sein: Hat Elvis tatsächlich "Kulturdiebstahl" an schwarzen Musikern begangen oder sind die gegenseitigen Beeinflussungen komplexer? Hätte er nach der Rückkehr vom Militärdienst in Deutschland als Bürgerrechtler an der Seite von Martin Luther King marschieren sollen? Hat Elvis wirklich immer das Geld vor den Idealen gewählt? Ist der fette, schwitzende, tablettensüchtige Elvis tatsächlich die Passende Metapher für die USA von heute? Jareckis Film regt in jedem Fall dazu an, den Diskussionsfaden aufzunehmen und weiterzuspinnen. Und wieder mehr Elvis zu hören. (epd-film)

 

Ich sah den Film am 30. Juni 2018 im legendären "Filmcasino" in Wien

 

Und beinahe hätte ich es vergessen. In Österreich erschien auch ein passendes Filmprogramm mit der Nummer 13.860 aus der Serie "Neues Filmprogramm"!

 

   

 


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