SPEEDARENA RECHNITZ - SPECIAL

12.08.2008

 

 

Auf 28 PS getuntes 400ccm Kart

 

Was vielen nicht bekannt sein dürfte. Die Speedarena Rechnitz verleiht auch Rennkarts. Es stehen ein Schalterkart und ein 28 PS Kart mit getuntem 400ccm Honda Motor zur Verfügung. Da wir heuer bereits dank Martin in Graz und Rechnitz Erfahrungen mit einem Schalterkart machen durften entschlossen wir (Oliver und Elvis) uns mal für ein Rennkart ohne Schaltung. Das uns zur Verfügung gestellte Rennkart entspricht faktisch einem Rotax-Max Kart. Ähnlich auch die mit diesem Kart möglichen Rundenzeiten von 48 Sekunden. Zum Vergleich: In der Rotax-Max Klasse werden in Rechnitz Zeiten zwischen 47,6 und 50 Sekunden gefahren. Wir waren also gespannt was für uns Hobby- bzw. Leihkartfahrer möglich wäre. Freundlich begrüßt wie immer - diesmal durch Geschäftsführer Klemens Gras - und nach kurzer Einführung (vermeidet bitte die Curbs) gings schon zum zuvor bereits eingefahrenen Rennkart. Wir mieteten das Kart übrigens für 1 Stunde und beschlossen uns alle 15 Minuten abzuwechseln. Mit dem 1. Turn sollte ich beginnen. Anfänglich schaute es nicht danach aus denn das richtige Verhältnis zwischen Gas (mit/ohne) und  Choke (mit/ohne) beim Starten konnte einfach nicht gefunden werden. Ein telefonischer Support (siehe Foto) verschaffte aber Klarheit und die Zeitjagd konnte beginnen.

Rollout

Elvis on the road

Ich legte meinen 1. Turn noch eher verhalten und von Respekt geprägt an. Zum Fahrverhalten ist zu sagen dass das Kart von unten heraus natürlich einem Schalterkart nicht das Wasser reichen kann. Ist es aber mal auf Drehzahl hat man schon beide Hände voll zu tun und man sollte doch eher konzentriert an die Sache herangehen zumal die Geschwindigkeitsunterschiede im Vergleich zum Leihkart schon enorm sind. Nach 15 Minuten war ich ehrlich gesagt erleichtert das Kart an Oliver übergeben zu dürfen denn meine Kräfte ließen doch schon deutlich nach. Meine Bestzeit nach dem 1. Turn lag übrigens bei 53,67 Sekunden. Oliver hatte bereits in Runde 1 eine Schrecksekunde mit dem Gasseilzug und drehte sich unter etwas größerer Lärmentwicklung etwas ein. Ab Runde 2 gabs aber diesbezüglich keinerlei Probleme mehr und Oliver beendete seinen 1. Turn mit einer Bestzeit von 52,94 Sekunden.

Fahrerwechsel

Oliver beginnt seinen 1. Turn

In meinem 2. Turn und mit bedeutend weniger Respekt vor diesem Rennkart gings für mich ans Experimentieren. Im 1. Turn schaffte ich nämlich folgende Passagen nicht mit Vollgas: Rechtsknick nach der S-Kurve, darauffolgender Rechtsknick nach der Geraden und die Rechtskurve vor Start und Ziel. Wie wir alle wissen geht das mit den Leihkarts voll. Nach 15 Runden und einigen Fastausrutschern in die Botanik musste ich zur Kenntnis nehmen dass es für mich doch nicht möglich ist diese Streckenabschnitte voll zu nehmen. Im 2. Turn konnte ich meine Zeit dann auf 53,02 verbessern. Gefahren übrigens unter Schmerzen in der vorletzten Runde. Durch meinen experimentellen Fahrstil hab ich zwischendurch meine Rippen links (trotz Rippenschutz!) etwas beleidigt.

Oliver on the road

Jetzt fuhr Oliver seinen 2. Turn und ich war erleichtert als ich von der Tribüne aus vernehmen konnte dass auch er diese zuvor erwähnten Passagen nicht voll fahren konnte. Auch Oliver steigerte sich und fuhr in seiner allerletzten Runde schließlich eine Zeit von 52,52 Sekunden und unterbot meine gefahrene Zeit damit um exakt 5 Zehntel. Aber eh kein Wunder. Er ist nicht von ungefähr unser Weltmeister der letzten Jahre und auch aktuell Führender in der Saison 2008.

2. Fahrerwechsel

Die Rechtskurve vor Start und Ziel ging nicht voll

Resumee vorerst für mich nach insgesamt über 60 gefahrenen Runden: Wir sind doch noch weit weg von den Profis. ABER WEIT GEFEHLT. Klemens beglückwünschte uns zu der Leistung und erklärte uns dass derzeit auf Grund des vorgestern gefahrenen Motorradbewerbes (Super-Moto Meisterschaft) faktisch kein Grip auf der Rennstrecke vorhanden ist und daher unsere Zeiten um 3 bis 4 Sekunden nach unten revidiert werden müssten. Na wer sagt´s denn. Geht ja eh. Damit wären wir von den Zeiten her startberechtigt in der Rotax-Max Klasse. Schlecht? Abschließend eine Bitte an Klemens: Sag uns bescheid wenn der Grip wieder vorhanden ist und wir kommen wieder. Denn ich bin überzeugt davon dass die oben bechriebenen Passagen dann auch wirklich voll gehen. Dieses Gefühl allein würde wie ich meine eine Reise ins Burgenland rechtfertigen oder bist du anderer Meinung Oliver?

 

VIDEO - Rechnitz Special

 

 

Stets im Blickpunkt: Das Display der Zeitnehmung

 

 

Website: www.speedarena.at

 

ZURÜCK

HOME