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F: War es auch umgekehrt so? Hat Dino Elvis gemocht? Wie hat Sammy Davis darüber gedacht? A: Der Sammy hat ihn sehr geliebt, das weiß ich. Mit Sammy war ich sehr viel zusammen, ich weiß nicht ob ihr das wisst, dass Neger ja damals nicht in der Lounge sein durften oder im Kaffeehaus oder ähnlichem. Er hat immer gesagt, nach der 2. Vorstellung - oder am Samstag hatten wir immer 3 Vorstellungen - kommt´s herauf, ich habe jetzt die neuesten Filme aus Hollywood da, die können wir uns anschauen. Er war immer froh, wenn wir zu ihm hinauf gegangen sind, weil er ja nirgends hingehen konnte. Wenn ich kein Rendezvous hatte, bin ich zum Sammy hinauf, das war dann ganz locker, einfach Freundschaft und daher weiß ich, dass er Elvis sehr gern gehabt und geschätzt hat. Von Dino weiß ich das nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass er ihn auch gern gehabt hat. Elvis war ja liebenswert, bezaubernd und er war ein Verzauberer, er hat die Menschen verzaubert. Ich rede nicht nur von uns Mädeln, wir waren ja alle verliebt in ihn, aber die Burschen waren genau so in ihn verliebt. Er schafft es ja noch bis heute und das freut mich natürlich. Es freut mich, dass ich euch nur Gutes über ihn erzählen kann.
F: Auch uns freut das, es wird ja ohnehin so viel Schund über ihn erzählt. Natürlich kann man nicht sagen, dass Elvis keine Fehler gehabt hat. Er war ein Mensch und jeder Mensch hat grundsätzlich einmal Fehler. Elvis hatte natürlich den Vorteil, dass er seine Marotten ausleben konnte, sei es, dass er Glühlampen im Schwimmbecken zerschießen konnte oder dass er Feuerwerke machen konnte in Graceland.
A: Also Feuerwerk habe ich gleich zur Begrüßung gehabt, das hat er schon 1957 gemacht, das war gleich eine Riesenbegrüßung. Sie dürfen nicht vergessen, ich habe Elvis kennengelernt, da war er 22 Jahre alt, ich war 19. Und damals war er ein vollkommen normaler, netter, wohlerzogener, bildhübscher Bursch. Diese ganzen "Huscher", die er dann später gehabt hat, die habe ich nicht miterlebt, also meine Erinnerungen an ihn sind wunderschön.
F: Ja, das glaube ich. Wenn man da so zuhört und das Funkeln in den Augen sieht, einfach toll. Ich wollte noch fragen, man weiß ja, dass Elvis das Filmen dann nicht mehr so gemocht hat, hat man das in den Drehpausen gemerkt? A: Ja, er war schon ziemlich satt, er wollte das schon nicht mehr, es war immer wieder das selbe.
F: Hat er sich schon dazu geäußert? A: Ja, aber er hat nichts dagegen unternommen. Er hat zwar gesagt, mir hängt´s zum Hals raus, aber er hat nicht die Kraft gehabt zu sagen, so jetzt höre ich auf und mache etwas anderes. Es war ein Riesenfehler, es war ein Fehler von Elvis und es war ein Fehler von Hollywood.
F: Wir alle wissen ja, dass Elvis musikalisch sehr kreativ war, durch und durch, keine Frage und wenn man sich - ich weiß nicht ob sie CD´s kennen, die für den Film "That´s The Way It Is" aufgenommen wurden - die Proben, also Elvis wie er leibt und lebt und jedesmal wenn ich das höre, sage ich - Elvis, das ist ein Wahnsinn, was da bei den Proben abgeht. Was da herumgeblödelt wird, was da für Scherze laufen, wie da variiert wird ........ A: Ja, ich habe das Glück gehabt, das alles live zu erleben.
F: Leider wird das von der Plattenfirma viel zu wenig gebracht - obwohl es ja in letzter Zeit viel besser geworden ist - ich liebe halt diese Aufnahmen, wo es von Take 1 bis Take sowieso geht, wo im Studio geblödelt wird. A: Sie müssen natürlich meine Geschichte immer in der richtigen Zeit sehen. Wir hatten damals nicht die Möglichkeit kleine Aufnahmegeräte mit uns herumzutragen, das hat es ja damals alles nicht gegeben. Oder Video, das war damals noch nicht einmal erfunden, so alt bin ich schon. Es ist ewig schade, da sind wirklich Juwelen den Bach hinuntergegangen, die ich selbst miterlebt habe, also ich bin da kompetent das zu beurteilen, aber was soll man machen, so war die Zeit.
F: Es ist halt leider so und damit müssen wir uns abfinden. Schade, dass es keine Bänder mit Hannerl Melcher gibt, mit Elvis im Duett. A: Oje, oje .... (lacht).
F: Es sind jetzt eine Reihe von Privataufnahmen herausgekommen, wo eine weibliche Stimme zu hören ist. A: Nein, das bin ich nicht. Ich habe zwar immer ganz gut gesprochen, aber ich habe immer gewusst, wann ich den Mund zu halten habe und wenn Elvis gesungen hat, war ich immer ganz still.
F: Ja, das glaube ich. Ich würde noch gerne wissen war Elvis - wenn er privat war - eher in Jeans, also salopp angezogen? A: Auch, ja. Er hat gerne Leder getragen.
F: Zu Hause? A: Nein, zu Hause nicht, aber wenn wir hinaus gegangen sind.
F: Aber was hat er zu Hause angehabt? A: Leger, aber fesch. Er hat immer den Kragen aufgestellt, also auf flott.
F: Aber nicht in Jeans? A: Nein
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