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FILMPROGRAMME Ihre Geschichte in einem kurzen Überblick
Genau wie im Theater oder bei Konzertveranstaltungen Programmhefte angeboten werden, stellte man bereits in den Stummfilmjahren zu aufwändigeren Kintopp-Ereignissen spezielle Begleithefte her, die an den Kinokassen erhältlich waren. Eines der ersten großen Filmprogramme in Deutschland, die Serie Illustrierter Film-Kurier, erschien bereits 1919. Bis zum Jahr 1944 konnte man dann zu fast allen in Deutschland aufgeführten Filmen eine Ausgabe erwerben, die eine kurze Inhaltsangabe, eine Liste der Darsteller und des Drehstabes und natürlich viele Bilder beinhaltete. Parallel dazu erschien in einem anderen Verlag Das Programm von Heute, dem jeweils eine der damals sehr beliebten Starpostkarten beigelegt war. Zu besonders erfolgsversprechenden Filmen erschien von 1963 bis 1969 auch noch der Illustrierter Film-Kurier (MFK) als Sonderausgabe zur Serie Illustrierte Film-Bühne (IFB). Im Laufe der Zeit kristallisierte sich im Westen Deutschlands die Illustrierte Film-Bühne (IFB) als beliebteste Serie heraus. Zwischen 1946 und 1969 erschienen 8069 numerierte Hefte, die ersten davon als Kleinausgaben. Beliebte Parallelserie zur Illustrierten Film-Bühne war Das neue Filmprogramm (DNF) erschienen 1950 bis 1961 und 1969. Zumeist 4-seitige Programme ohne Numerierung in den Formaten 28 x 20,5 cm (1950-1956) und 26,5 x 18,2 cm (1956-1961). Die Reihe Filmprogramm der Kinoszene (FDK) wird seit 1978 von Peter Kranzpiller in Vogt schwerpunktmäßig zu Hollywoodfilmen des Action- und Abenteuergenres, oftmals deutsche Erstaufführungen im Fernsehen, herausgegeben. Obwohl vom Gestaltungsbild etwas amateurhaft wirkend, sind die Programme bei Sammlern recht beliebt, da die meisten erfassten Titel in keiner anderen Reihe existieren. Die Nummern 225 bis 254 sowie 285-294 wurden probeweise in verbesserter Layout- und Druckqualität herausgegeben. Ab Nr. 295 erscheint die Reihe in professioneller Qualität und dürfte selbst bei kritischen Sammlern Gefallen finden. In Österreich gibt es Filmprogramme seit dem Jahre 1916, also noch während der Stummfilmzeit. Die Kivur-Programme waren billig hergestellte Handzettel ohne jegliche Illustration. Sie dokumentierten damals allerdings ziemlich komplett die in Österreich gezeigte Stummfilmproduktion. Diese Handzettel waren die erste große Programmserie die es gab. Mit Einführung des Tonfilms gab es in Österreich die Serie Wiener Illustrierter Film-Kurier, die es bis 1938 auf über 2000 Ausgaben brachte. Nach 1945 gab es in Österreich gleichzeitig bis zu drei Serien. Der Zusammenschluss von den Serien Illustrierter Filmkurier und Programm von Heute im Jahre 1956 war gleichzeitig die Geburtsstunde der Serie Neues Filmprogramm (NFP). Die Serie "Neues Filmprogramm" (NFP) ist mit derzeit über 11450 Ausgaben die weltweit größte Filmprogrammserie. Inzwischen ist in Österreich noch eine Serie dazugekommen, das besonders gut gestaltete Filmindex-Programm.
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